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Gehen Sie auf Spurensuche!


Gedenktafel in Jülich. Inschrift: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst: Ich bin der Herr." 3. Mose, 19/18. Hier stand die Synagoge. Sie wurde am 9.11.1938 geschändet. Zur Erinnerung und Mahnung. Bürger der Stadt Jülich

"Tot ist nur, wer vergessen wird."

Dieser Satz findet sich auf vielen jüdischen Grabsteinen. Gegen das Vergessen soll auch diese Internetseite sein. Indem Sie sich die Inhalte der hier angebotenen Seiten anschauen, begeben Sie sich mit dem Verfasser auf eine Spurensuche, die Sie "vom Tod zum Leben" führen wird. Gesucht wird nach Spuren jüdischen Lebens im Jülicher Land. Aber was hat es mit dem "Weg vom Tod ins Leben" auf sich? Der Erste Schritt, sich mit dieser Thematik zu befassen, ist ein trauriger; wollen Sie Etwas über jüdisches Leben im Jülicher Land erfahren, müssen Sie sich zuerst mit dem Tod beschäftigen. Denn in Jülich leben keine Juden mehr. Zumindest keine, die ihre Wurzeln in Jülich haben. Diejenigen, die es nicht geschafft haben zu fliehen oder auszuwandern, wurden von ihren "deutschen" Mitmenschen an das Nazi- Regime und damit fast unweigerlich dem Tod ausgeliefert.
Aber diesem dunkelsten aller Kapitel der deutschen Geschichte sollen diese Seiten nicht gewidmet sein. Mittelpunkt dieses Beitrages sollen diejenigen sein, deren Spuren wir suchen: Bürger des Jülicher Landes. Menschen, die hier geboren wurden, hier aufwuchsen, zur Schule gingen, einen Beruf erlernten und ausübten, heirateten und Familien gründeten. Nicht Juden waren sie, sondern Nachbarn, Freunde, Partei- und Vereinsgenossen. Sie waren Jülicher Bürgerinnen und Bürger "wie du und ich". Sie hatten nur diesen anderen Glauben...

Begleiten Sie den Verfasser auf die jüdischen Friedhöfe im Jülicher Land: Aldenhoven, Boslar, Jülich, Linnich, Müntz und Rödingen. Die Namen und Daten auf den Gräbern öffnen uns einen kleinen Spalt in einer Tür, durch die wir einen flüchtigen Blick auf das erhaschen können, was einst ein lebendiges, jüdisches Jülicher Land war. Amtliche Urkunden, Fachliteratur und ein wenig weitere Recherche bereichern diese ersten Eindrücke einer Kleinstadt vom Ende des 18. Jahrhunderts bis ins beginnende 20. Jahrhundert.

Und falls Sie sich fragen sollten, was der Stein oben links auf dieser Seite mit dem Thema zu tun haben könnte, dann beginnen Sie doch einfach auch mit Ihrer ganz persönlichen Spurensuche. Sie finden die Antwort aber selbstverständlich auch auf diesen Internetseiten...

Einen interessanten, virtuellen Aufenthalt im jüdischen Jülicher Land wünscht Ihnen


Dirk Eickenhorst
Gründungsmitglied der
"Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz e.V."

Letzte Änderung am Mittwoch, 4. Juni 2008.